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Seit einiger Zeit scheint sich in der Computerbranche einen Trend anzuzeigen. Linux, der neue Trend. Seit die Computerzeitschrift PC-WELT auf ihren CDs immer die aktuelle SuSE Linux Version anbieten, ist der Boom kaum mehr zu stoppen.
Um auch Sie auf die kommende Alternative von Windows bereit zu machen, haben wir einen kleinen Linux Workshop geschrieben, mit dem Sie schnell und problemlos ein SuSE Linux System auf Ihrer Festplatte installieren können. Beachten Sie, dass dieses Workshop auch kein Linux Buch ersetzen kann und dass Linux selber keine Leute macht. Sie können Linux zwar installieren und starten KDE, aber deswegen sind Sie noch lange kein Hacker, wie Sie vielleicht gerne wären, obwohl Linux ein Hacker System der ersten Stunde war. Ein kleiner Tipp, welcher Ihnen Ihr Image schützt: Gehen Sie nie als "root" in einen IRC Chat.

Um diesen Text hier nicht aufzublähen, haben wir noch einige Untersektionen hinzugefügt:

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Wer für das Open Source Betriebsystem wenig bis gar kein Geld ausgeben will, hat zwei Möglichkeiten: Entweder eine Ausgabe der Computerzeitschrift PC-WELT kaufen und schauen, ob dort eine SuSE Linux dabei ist oder auf http://www.linuxberg.de (Für Schweizer: http://linuxberg.balcab.ch) RedHat Linux downloaden. Die billigere Methode ist, wenn man sich eine PC-WELT kaufen geht. Die PC-WELT SuSE Linux Version ist eine abgespeckte Variante von SuSE's Linux. Doch für Anfänger lohnt es sich nicht die Vollversion zu kaufen, denn diese hat einfach zu viele Ballast. Wenn Sie aber mit der "Testversion" auf der PC-WELT zufrieden sind, dann rate wir Ihnen, SuSE Linux zu kaufen. SuSE Linux 7.0 finden Sie heute eigentlich in jedem gut sortierten PC Laden. Mehr Infos zu SuSE Linux 7.0 finden Sie auf der SuSE Webseite, welche unter http://www.SuSE.de erreichbar ist.

Das folgende Installationsbeispiel beruht auf SuSE Linux 6.3-7.0.

Das grafische Installationsprogramm YaST2 richtet die meisten Sachen für den Einsteiger automatisch ein. Aber wem dieses grafische Gefummel nicht gefällt, der kann weiterhin das "alte" textbasierende YaST1 verwenden. Die Installation selber läuft eigentlich sehr einfach ab. Wenn die Installation fertig ist, fragt Sie YaST auch noch über Sachen wie Maus, Drucker, Netzwerk usw. ab.

Mit YaST haben Sie auch einen für Unix Verhältnisse komfortablen Benutzermanager, mit dem Sie neue User und Gruppen anlegen können. Mehr Informationen zu Thema "Linux und Benutzer" finden Sie hier.

YaST ist das Administrationstool unter SuSE Linux. Sie können Netzwerk, Internet, Hardware usw. mit YaST ganz einfach konfigurieren. Der Profi nimmt es vor, die entsprechenden Konfigurationsdateien in /etc manuell mit vi zu bearbeiten. Mit YaST können Sie immer wieder und auch noch später weitere Software von der SuSE Linux CD oder auch von den SuSE FTP Server installieren.

 Zum vorherigen AbschnittZum nächsten Abschnitt Erster Start von Linux
Bei der Installation haben Sie sicherlich ein Passwort für den "root"-Account vergeben, loggen Sie sich nun als root ein. Der root ist unter den Unix-Systemen der Superuser, der alles kann, aber wirklich alles. Also seien Sie vorsichtig, wenn Sie sich als root eingeloggt haben. Falls Sie bei der Installation auch noch einen anderen Account, wie "tux" (diesen Namen schlägt SuSE Linux vor), eingerichtet haben, dann loggen Sie sich als tux ein, denn wenn Sie mit root einen Fehler machen ist alles verloren. Mit dem tux Account können Sie gar nichts schlimmes machen, denn Sie müssen nur die Verantwortung ihrem Benutzerverzeichnis übernehmen (/home/tux Verzeichnis) und nicht vom ganzen PC.

Merksatz:
Loggen Sie sich nur als root ein, wenn Sie dessen "Macht" auch nützen müssen (Systemadministration, neue Software installieren, usw.).

Falls Sie es schon bemerkt haben, dass es unter Linux keinen DOS-üblichen Backslash ("\") gibt, sondern nur den einfachen Slash ("/"), dann sind Sie auf dem richtigen Weg, ein Freund vom Pinguin zu werden. Das Rootverzeichnis, in DOS meistens gleich C:, heisst unter Linux schlicht "/". Starten Sie mal den Ausführen-Dialog in Windows und tippen Sie "/" ein, dann wird schön brav ein Explorer Fenster mit dem Laufwerk C: gestartet. Ziemlich erstaunlich, das Windows dies unterstützt, doch wenn man genauer hinschaut, wurde Windows auch von Unix beeinflusst, wie der "/" und noch viele weitere Sachen beweisen.

Aber jetzt wollen Sie doch etwas mit ihrem Linux System machen. Aus diesem Grund haben wir einige Befehle aufgelistet, welche Sie in der Konsole oder in einem Terminal eintippen können. Die Liste finden Sie hier.

 Zum vorherigen AbschnittZum nächsten Abschnitt Start der grafischen Oberfläche
In verschiedenen PC-Magazinen haben Sie sicherlich schon gesehen, dass Linux so schön bunt aussieht. Aber bei Ihnen seht es aus wie zu Omas Zeiten in DOS. Dies liegt daran, dass Sie noch keinen X Server konfiguriert und gestartet haben. Ein X Server ermöglicht den Betrieb einer grafischen Benutzeroberfläche. Um einen X Server zu konfigurieren, tippen Sie bitte in der Konsole "sax" ein. Es startet jetzt ein Tool, mit dem Sie komfortabel ihren X Server konfigurieren können. Nun müssen Sie einfach Angaben über Ihre Hardware angeben. "sax" ist ein Programm, welches Sie mit der Maus bedienen können, also müssen Sie kein Tastaturakrobat sein.

Sobald Sie sax erfolgreich beendet und konfiguriert haben, tippe Sie in der Konsole mal "startx". Es wird nun normalerweise KDE gestartet, die bekannteste grafische Benutzerobfläche von Linux. Um KDE zu konfigurieren, starten Sie bitte das "KDE-Kontrolzentrum", welches der Systemsteuerung unter Windows sehr ähnlich ist, um Ihr KDE nach Ihren persönlichen Wünschen zu konfigurieren. Nun haben Sie Ihren grafischen Desktop, wie auf den vielen Screenshots zu sehen ist. Nätürlich müssen Sie nicht KDE einsetzen, sonder können auch eine andere grafische Oberfläche aufsetzen. Es gibt verschiedene Fenstermanager, auch Windowmanager genannt, welche Ihr Linux bunt und benutzerfreundlich machen.

Hier eine Liste der bekanntesten Fenstermanager:
 Zum vorherigen AbschnittZum nächsten Abschnitt Windows und Linux auf einem PC
Aber was nützt Ihnen das schönste Linux, wenn Sie nicht mehr Ihr gewohntes Windows starten können? Um dieses Problem zu lösen gibt es 2 Varianten.

1. Variante
Sie installieren VMware, denn besten Betriebssystememulator, mit dem Sie unter Linux Windows in einem eigenen Fenster starten können. SuSE selber lobt WMware immer, es sei eine schnelle gute und komfortable Lösung, um mehrere Betriebsysteme auf einem PC laufen zu lassen. Diese Argumente stimmen nur, wenn Sie die nötige Hardware haben, denn wie Sie sich gut vorstellen können, muss Ihr PC nun zwei B etriebsysteme gleichzeitig laufen lassen, wenn Sie VMware gestartet haben und noch das nötige Kleingeld haben, denn WMware kostet in der Vollversion mehrere hundert DM. Empfohlen für den schnellen Betrieb von VMware wird ein 400 MHz CPU und mindestens 128 MB RAM.

2. Variante
Sie installieren einen Bootmanager, mit dem Sie beim Start des PCs zwischen Windows und Linux auswählen können. Ein guter Bootmanager liegt bei Linux dabei. Er heisst "LILO". Sie können ihn mit Hilfe von YaST konfigurieren. Der einzige Nachteil eines Bootmanagers ist, dass er in den MBR (Master Boot Sektor) schreibt. Falls der MBR irgendwie gelöscht oder beschädigt wird, können Sie kein Betriebsystem mehr starten. Seirn Sie also vorsichtig bei der Konfiguration von LILO. Wenn Sie LILO dann installiert haben, können Sie beim Neubooten zwischen Ihren Betriebsystemen auswählen. Eine Liste aller Betriebsysteme bekommen Sie, wenn Sie die Tabulator-Taste drücken.

 Zum vorherigen AbschnittZum nächsten Abschnitt Neue Software Installieren
Sie wollen sicherlich auf dem Laufe der Zeit sein und Updates ihrer Software machen. Wir nehmen mal an, Sie haben auf http://www.linuxberg.de eine Software gedownloadet und diese Datei befindet sich nun als "tar.gz" Datei auf Ihrem Rechner. Für das erfolgreiche installiere der Software sind mehrere Schritte notwendig. In diesem Fall wird angenommen, da es sich um die Quellcodes der Programme handelt und nicht um die ausführbaren Dateien. Wenn es sich troztdem um eine ausführbare Datei handelt, dann ist nur Schritt 1. nötig. Das Programm können Sie starten, indem Sie in den Installationsordner wechseln und dann "./[Programmname]" eintippen.
Achtung: Diese Anleitung gilt nicht für sämtliche Programme. Einige unterscheiden sich in Sachen Installation und Konfiguration sehr stark voneinandern. Lesen Sie am besten die "README"- oder "INSTALL"-Datei, welche den Installationsverlauf meistens sehr gründlich beschreibt.

1. Schritt:
Loggen Sie sich zuerst als root ein. Dann dekromprimieren Sie die "tar.gz" Datei mit dem Befehl "tar xvfz [Dateiname]". Sie finden im aktuellen Ordner einen neuen Unterordner. Wechseln Sie in diesen Ordner und folgen Sie den Anweisungen bei Schritt 2.

2. Schritt:
Tippen Sie nun, vorausgesetzt Sie sind schon im neuen Unterordner, "./configure" ein. Dies ist ein Script, welches die Installationsdateien auf Ihren Linux PC anpasst.

3. Schritt:
Wenn der 2. Schritt erfolgreich beendet wurde, schreiben Sie jetzt "./make". In diesem Vorgang wird das gesamte Programm kompiliert. Dies kann eine Weile dauern.

4. und letzter Schritt:
Tippen Sie jetzt "./make install", um die Installation abzuschliessen. Beachten Sie, dass Sie dieses Kommando umbedingt als root ausführen sollten, denn sonst kommt es zu schwerwiegenden Fehler, dass man keine Rechte hat, welche im Allgemeinen nur root besitzt. Root-Rechte bekommen Sie, wenn Sie "su" und dann das Root-Passwort eintippen.
Dieses Script kopiert das im Schritt 3. kompilierte Programm in das Installationsverzeichnis. Um das Programm jetzt starten zu können, tippen Sie einfach den Namen des Programms in der Konsole oder in einem Terminal ein.

 Zum vorherigen AbschnittZum nächsten Abschnitt Einige Befehle
Hier finden Sie die Liste der wichtigsten Befehle. Wenn Sie mehr Infos über einen Befehl haben möchten, tippen Sie in der Konsole oder in einem Terminal "man [Befehl]" oder "[Befehl] --help" ein.

  • df, zeigt freien Festplattenspeicher an
  • free, zeigt RAM Status an
  • cd [Verzeichnis], wechselt in ein anderes Verzeichnis
  • ls, zeigt Dateien im aktuellen Verzeichnis an (vergleichbar mit "dir" unter DOS)
  • irc [Nickname][Server], startet einen IRC Client
  • ps -ef, zeigt die Liste aller Prozesse an
  • kill [pid], killt einen Prozess
  • w, zeigt Liste aller angemeldeten User an
  • less [Dateiname], liest eine Datei
  • man [Befehl], zeigt die Dokumentation eines Befehls an
  • vi [Dateiname], editiert eine Datei. Mehr Infos zu vi finden Sie hier
  • emacs [Dateiname], startet einen komfortablen Universaleditor
  • lynx [URL], surft eine URL an
  • cp [Quelle] [Ziel], kopiert eine Datei
  • rm [Dateiname], löscht eine Datei
  • mv [Quelle] [Ziel], verschiebt eine Datei
  • clear, "löscht" den Bildschirm (Vergleichbar mit "cls" unter DOS)
  • startx, startet den X Server (bei SuSE KDE)
  • pine, startet einen Email Client
  • mkdir [Verzeichnisname], erstellt ein neues Verzeichnis
  • rmdir [Verzeichnisname], entfernt ein Verzeichnis
  • talk [Username], mit einem eingeloggten User "chatten"


  •  Zum vorherigen AbschnittZum nächsten Abschnitt Fragen? Probleme?
    Bei weiteren Fragen zum Thema Linux können Sie diese ungehemmt im SHADOWare-Forum posten. Ihre Fragen werden dann so schnell wie möglich von den SHADOWare Linux Experten beantwortet. Wer Linux mal testen möchte, ohne Linux selber zu installieren, der kann sich auf outpost-coder.dyndns.org (oder direkt hier) einen gratis Linux Shell Account besorgen. Sie können dann per Telnet auf einen Linux Server zugreifen und die Befehle mal ausprobieren. Um einen gratis Linux Shell Account zu bekommen, schreiben Sie bitte eine eMail an root@outpost-coder.dyndns.org.
    Wenn Sie irgendwo einen inhaltlichen Fehler oder Vorschläge, Anregungen haben, dann mailen Sie dem Autor an die folgende eMail-Adresse: davetower@outpost-coder.dyndns.org.

    Ihr SHADOWare Linux-Expertenteam:

    Quellen: SHADOWare.de
    Letzte Änderung: 11.01.2001
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